Kinderkirchennacht in Burgkirchen

Dreifaltigkeitskirche Burgkirchen © epdNachdem ich mir zunächst einige Tage die Burgkirchener Kirche angeschaut und den Orgelbauern beim Arbeiten zugeschaut hatte, war ich sehr gespannt auf die Kinderkirchennacht, die zum 4. Mal für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren stattfinden sollte. Die Dreifaltigkeitskirche, in der wir übernachten wollen, hat der berühmte Architekt Olaf Andreas Gulbransson gebaut.

© Dreifaltigkeitskirche BurgkirchenAm verabredeten Abend tauchten ganz pünktlich 16 Kinder, 1 Konfirmand, 3 frisch Konfirmierte und das Kindergottesdienstteam rund um Pfarrerin Andrea Klopfer mit Isomatten und Schlafsack ausgestattet in der Kirche auf. Zunächst mussten die Formalitäten - Telefonnummern für den Notfall, Fotoerlaubnis - und Namensschild bewältigt werden. Auf dem Namenschild war mein Bild aufgedruckt. Cool, einige Kinder haben mein Bild gleich ausgemalt.

© Dreifaltigkeitskirche BurgkirchenDa das Wetter noch schön warm war, haben wir draußen einen Bankkreis aufgebaut und einige Kennenlernspiele gespielt. Das war toll, da wusste ich gleich, wie die Kinder heißen. Alle haben mich ganz lieb begrüßt und gestreichelt. Dann ging es schon mit der Geschichte los:

Andrea (so heißt Pfarrerin Klopfer hier) hat erzählt, wie das Volk Israel aus Ägypten geflohen ist, die Tafeln mit den Lebensweisungen bekommen hat und diese in Lade und Bundeszelt aufbewahrt haben. Dazu hatte sie verschiedene Gegenstände mit, z. B. auch ein Weihrauhgefäß. Und wir haben langsam gesehen, wie die verschiedenen liturgischen Ausstattungsgegenstände ins Zelt wanderten, ein Brandaltar davor stand und der Priester dort arbeitete. © Dreifaltigkeitskirche BurgkirchenFür den Priester hat Andrea extra eine Erzählfigur mitgebracht. Das Zelt konnte während der Wüstenwanderung weitergetragen werden und so sind wir einmal um die Kirche herumgezogen und dann in die Kirche gewandert. Dort haben wir erfahren, wie David die Lade nach Jerusalem gebracht hat und Salomon den Tempel gebaut hat. Jetzt haben wir geschaut, welche Gegenstände aus der Erzählung wir in der Kirche wiederfinden konnten. Das war spannend und die Kinder waren richtig gut im Wiederentdecken. Dreifaltigkeitskirche Burgkirchen © epdSie haben sogar entdeckt, dass in Burgkirchen Leuchter stehen, die an eine Menora erinnern. Eine Menora ist ein siebenarmige Leuchter und heute noch eines der wichtigsten religiösen Symbole des Judentums.

Anschließend sind wir zum Basteln in den Gemeindesaal hinuntergegangen und haben dort auf Fliesen Mosaike mit den verschiedenen Einrichtungsgegenständen einer Kirche gelegt. Das war schon ziemlich anstrengend. © Dreifaltigkeitskirche BurgkirchenDa war es gut, dass es eine Pause am Lagerfeuer mit Stockbrot und Abendessen gab. Das war ein lustiges Geburtstagsessen! Und dann haben die Kinder mit mir einen Nachwanderung gemacht.

© Dreifaltigkeitskirche Burgkirchen

Als wir am Ortsmitteplatz waren, ist Andrea nochmal in der Zeit zurückgesprungen und hat noch eine Geschichte von der Wüstenwanderung erzählt - Mose und die eherne Schlange. Dann haben wir das Schlangenspiel gespielt, das war lustig.

Zurück in der Kirche waren wir alle so müde, dass wir ganz schnell alle Schlafsäcke und Isomatten in der Kirche ausgebreitet und uns bettfertig gemacht haben. Nach einer Gute-Nacht-Geschichte sind wir alle gemütlich eingeschlafen, während die Teelichter langsam herunter gebrannt sind. Naja, bei einigen hat es etwas gedauert mit dem Schlafen. Es ist ja schon ein wenig komisch, in der Kirche zu schlafen. Da gibt es viele Geräusche und durch die Lichtkuppel konnte man die Sterne sehen. Und dann hat es nachts zu regnen angefangen, und der Regen prasselte ordentlich auf das Kirchendach.

© Dreifaltigkeitskirche BurgkirchenMorgens hatte es glücklicherweise wieder aufgehört. Nach dem Frühstück haben die Kinder noch schnell ihre Mosaike fertig verfugt. Zum Abschluss gab es eine noch Andacht in der Kirche und dann mussten wir uns leider schon wieder alle voneinander verabschieden. Die Kirchennacht in der Dreifaltigskeitskirche war eine sehr schöne Erfahrung, aber ein klein wenig habe ich mich auf mein ruhiges und weiches Nest gefreut.

Ich flieg aber bestimmt wieder ein mal nach Burgkirchen! Vielen Dank für die schöne Zeit!

Foto von der Gulbransson-Kirche und Altar mit Leuchtern © epd.
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