Zu Besuch in Bremen - 1

Fahrradtour, Foto: Elaine Rudolphi

Meine nächste Reise hat mich in die schöne Stadt Bremen ganz im Norden von Deutschland geführt. Bremen liegt an dem Fluss Weser, der nicht weit von hier in die Nordsee mündet. Man kann das Meer fast schon riechen. Meine nette Gastgeberin Elaine ist pastorale Mitarbeiterin bei St. Katharina und hat mich mit ihrem Lieblingsfahrzeug auf Stadtrundfahrt genommen.

Messdiener und Messdienerinnen, Foto: Elaine Rudolphi

Unsere katholischen Geschwister von der Pfarrei St. Katharina von Siena haben mich hierher eingeladen. Sehr nett! Die Katholiken sind in dieser Gegend in der Minderzahl - Diaspora nennt man das, habe ich gleich als erstes gelernt. Für Diaspora ist hier übrigens ganz schön was los. Zu der Pfarrei St. Katharina von Siena gehören die drei Kirchen St. Ursula, St. Georg und die Kapelle im St. Joseph-Stift.

St. Ursula, St. Georg und Kapelle im St. Joseph-Stift, Foto: Elaine Rudolphi

Unterwegs in Bremen

Marktplatz, Foto: Elaine RudolphiAuf dem Bild seht ihr mich als Touristin in Bremens guter Stube, dem Marktplatz. Klar, das muss man gesehen haben, wenn man das erste Mal in dieser Stadt ist. Die große Kirche in meinem Rücken ist der Bremer Dom. An der Stelle, an der er steht, gibt es schon seit über 1225 Jahren eine Kirche. Bischof Willehad hat im Jahr 789 dort eine erste Kirche gebaut. Sooo lang her, das kann ich mir gar nicht richtig vorstellen. Seit der Reformation feiern im Dom die evangelischen Christen ihren Gottesdienst.Schwester Judith, Foto: Elaine Rudolphi

Schwester Judiths Geheimnis

Und weil wir gerade in der Innenstadt waren, haben wir auch noch schnell bei AtriumKirche vorbeigeschaut. Das ist ein offener Kirchenladen der katholischen Kirche, in den man einfach gehen kann, wenn man eine Frage zur Kirche hat oder jemand zum Zuhören braucht. Ganz lieb am Bauch gestreichelt hat mich Schwester Judith, die ihr auch auf dem Foto seht. Sie hat mir die “Möwe des Nordens” gezeigt und mir ins Ohr geflüstert, dass Katholiken die Ordensfrauen manchmal liebevoll-scherzhaft “Pinguine” nennen, weil das Ordenskleid, das sie tragen, oft schwarz-weiß ist. Ordensfrau (oder auch Ordensmann) wird man im Übrigen, wenn man mit Haut und Haar für Gott leben will. Schon toll, wenn man das so genau weiß, oder?

Die Bremer Stadt Musikanten

Bremer StadtmusikantenUnd dann musste ich natürlich die berühmten Bremer Stadtmusikanten besuchen! Der Hahn hat gleich Angst bekommen, dass ich schicke Elster eine Konkurrentin sein könnte. Aber das habe ich natürlich nicht vor.

Fotos © Elaine Rudolphi